Der Bedarf an lokalen Logistikdienstleistungen nimmt zu, insbesondere im Bereich Lagerhaltung und Distribution.
Die Cloud galt viele Jahre lang als die naheliegende Lösung für nahezu alle IT-Probleme. Flexibilität, Skalierbarkeit und zentrale Aktualisierungen haben Cloud-Dienste in weiten Teilen der Geschäftswelt zum Standard gemacht. Doch in einigen Unternehmen zeichnet sich nun eine deutliche Gegenbewegung ab. Mit der Digitalisierung von Logistikprozessen und der Beschleunigung von Lieferketten erkennen immer mehr Unternehmen wieder den Wert lokaler Abläufe, insbesondere in Systemen, in denen jede Sekunde zählt.
Dies gilt insbesondere für die Transportabwicklung. In Lagern und Verteilzentren werden hier Waren gebucht, Etiketten gedruckt und Transporte registriert. Geht in dieser Phase etwas schief, ist die gesamte Lieferung beeinträchtigt, was zu Verzögerungen und damit zu einer schlechteren Kundenerfahrung führt.
„Wenn kein Versandetikett gedruckt wird, funktioniert die Logistik nicht. Dann kommt der Warenfluss schnell zum Erliegen und es entstehen sofort Kosten“, sagt er. Stefan Jorkander, CEO von Unternehmen verbinden.

Wenn wenige Sekunden den Unterschied ausmachen
Cloud-Dienste funktionieren in vielen Kontexten hervorragend. In Systemen, die eng mit dem operativen Geschäft verknüpft sind, kann die Abhängigkeit von externen Servern jedoch neue Herausforderungen mit sich bringen. In einem Lager, in dem täglich Hunderte oder Tausende von Bestellungen versendet werden, können selbst geringfügige Verzögerungen spürbare Folgen haben.
Muss ein Etikett zunächst in einem externen System generiert werden, bevor es an den Drucker zurückgesendet wird, kann der Vorgang einige Sekunden länger dauern als bei lokaler Ausführung. Bei einem einzelnen Auftrag ist dies selten kritisch, in einer Umgebung mit hohem Druckaufkommen kann sich der Effekt jedoch schnell bemerkbar machen.
„Viele Leute denken, dass ein paar Sekunden hier oder da keine Rolle spielen. Aber in einem Lager, in dem jede Bestellung die gleichen Schritte durchläuft, kann das schnell zu einem Engpass werden“, sagt Jörkander.
Sicherheit und Abhängigkeiten beeinflussen die Strategie
Nicht nur die Leistungsfähigkeit treibt die zunehmende Diskussion um lokale Betriebsabläufe an. Die Cyberangriffe und Ransomware-Vorfälle der letzten Jahre haben vielen Organisationen verdeutlicht, wie verwundbar zentrale Systeme sein können.
Gleichzeitig haben geopolitische Entwicklungen die Abhängigkeit von internationalen Cloud-Anbietern selbst auf Managementebene problematisch gemacht. Werden kritische Geschäftsprozesse vollständig ausgelagert, sind die Folgen im Fehlerfall umso gravierender.
„Immer mehr Unternehmen stellen sich eine recht einfache Frage: Was passiert mit unserem Warenbestand, wenn die Internetverbindung ausfällt oder ein externer Dienst nicht funktioniert? In manchen Branchen ist die Antwort ziemlich unangenehm“, sagt Jörkander.
Hybridlösungen werden immer häufiger.
Das bedeutet nicht, dass die Cloud verschwindet. Im Gegenteil, die meisten Unternehmen nutzen Cloud-Dienste weiterhin in großem Umfang. Allerdings wächst das Interesse an Hybridlösungen, bei denen einige Funktionen lokal und andere in der Cloud ausgeführt werden.
Systeme, die sich in der Nähe der eigentlichen Produktion oder Logistik befinden, eignen sich oft für den lokalen Betrieb.
Ein Beispiel ist Star Trading, wobei die Stabilität des Transportflusses bei der Überprüfung ihrer Lösungen ein wichtiger Faktor war.
– In der Hochsaison ist das TA-System ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mit dem neuen Blue TA-Service konnten wir unsere Abläufe optimieren und ausweiten, ohne die Kosten zu erhöhen. Vor allem aber haben wir eine deutlich höhere Stabilität bei den Lieferungen erreicht, so [Name fehlt]. Mattias Callin bei Star Trading.
Die Technologie muss dem Geschäft folgen.
Unternehmen, die mit Integrationslösungen in der Logistik arbeiten, sind der Ansicht, dass die Diskussion oft in die falsche Richtung gelenkt wird. Es geht nicht darum, sich zwischen Cloud- und On-Premises-Lösungen zu entscheiden, sondern darum, die Bedürfnisse des Unternehmens in den Mittelpunkt zu stellen.
„Es hat keinen intrinsischen Wert, alles in der Cloud zu haben. Die beste Lösung ist diejenige, die einen stabilen Geschäftsbetrieb jeden Tag gewährleistet“, sagt Jörkander.
In manchen Umgebungen bedeutet dies, dass Teile der Infrastruktur näher an den eigentlichen Betriebsabläufen angesiedelt sein müssen. Die Transportverwaltung ist ein gutes Beispiel dafür.
Plattformen wie Blauer Integrator, zusammen mit Transportmanagementlösungen wie Blaue TA, Sie sind daher so konzipiert, dass sie sowohl lokal als auch in der Cloud betrieben werden können, sodass Unternehmen das Betriebsmodell wählen können, das am besten zu ihrem Geschäft passt.
Eine differenziertere Diskussion über die Cloud
Die Cloud wird auch weiterhin eine zentrale Rolle in den IT-Strategien von Unternehmen spielen. Die Entwicklungen zeigen jedoch, dass immer mehr Organisationen beginnen, differenzierter zu beurteilen, wo die verschiedenen Systeme ihren Platz haben.
In Unternehmen, in denen die Logistik geschäftskritisch ist, können lokale Betriebe wieder zu einem wichtigen Bestandteil der Infrastruktur werden.
– Viele Jahre lang drehte sich die Diskussion darum, alles in die Cloud zu verlagern. Jetzt erkennen immer mehr Menschen, dass es nicht darauf ankommt, wo die Systeme stehen, sondern dass sie funktionieren, wenn das Unternehmen sie braucht, so das Fazit. Stefan Jorkander.








