Eine Analyse von Netskope Threat Labs, basierend auf Daten von über 1.000 Organisationen weltweit, zeigt, dass die Zahl der Nutzer, die versuchten, auf schädliche Inhalte im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft zuzugreifen, während des Höhepunkts des Turniers fast sechsmal höher war als vor dem Anpfiff. Die meisten dieser Versuche erfolgten aus Unternehmensumgebungen.
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ist vorbei, und Netskope Threat Labs hat die Ergebnisse der Cyberangriffswelle im Anschluss an das Turnier ausgewertet. Zwischen März und dem 20. Juli 2026 wurden mehr als 28.000 Cyberbedrohungen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft. Die Analyse umfasst mehr als 1.000 Organisationen weltweit.
Während des Höhepunkts des Turniers war die Zahl der Nutzer, die versuchten, auf schädliche Inhalte im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft zuzugreifen, fast sechsmal höher als der Durchschnitt vor dem Anpfiff.
Am bemerkenswertesten war jedoch nicht die Anzahl der Bedrohungen, sondern deren Ursprung. Die Angriffe kamen aus Unternehmensumgebungen. Was zunächst vor allem als Verbraucherphänomen galt, erwies sich durch das private Surfen von Mitarbeitern am Arbeitsplatz auch als direkte Bedrohung für die Unternehmenssicherheit.
Drei dominante Angriffsmethoden
Phishing und Zugangsdatendiebstahl
Die Angreifer nutzten gefälschte Stellenanzeigen im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft. Bewerber wurden aufgefordert, sich einzuloggen, um ihre Bewerbung einzureichen, und anschließend auf gefälschte Videokonferenzdienste weitergeleitet. Ziel war es lediglich, an die Zugangsdaten zu gelangen.
Gefälschte Streaming-Dienste
Cyberkriminelle nutzten das Interesse an kostenlosen WM-Übertragungen aus, indem sie gefälschte Streaming-Plattformen und betrügerische Zahlungsseiten erstellten, auf denen Nutzer Dienste abonnierten, die nie existierten. Der Traffic stammte hauptsächlich von Suchmaschinen, da die Angreifer die Webseiten SEO-optimiert hatten, um hohe Platzierungen in den Suchergebnissen zu erzielen.
Schadcode über Dateien
Dateien, die sich als Ticket-Viewer oder Streaming-Hilfsprogramme ausgaben, enthielten tatsächlich kommerziell erhältliche Infostealer. Die Schadsoftware sammelte die Anmeldedaten und andere sensible Informationen der Nutzer von deren Geräten.
Der nächste Höhepunkt der Bedrohungslandschaft ist bereits vorhersehbar.
Laut Netskope zeigen aktuelle Entwicklungen, dass große internationale Ereignisse weiterhin attraktive Ziele für Cyberkriminelle darstellen, da ein einziger Köder ein globales Publikum erreichen kann.
Für Sicherheitsverantwortliche bedeutet dies, dass der nächste Höhepunkt der Bedrohungslage bereits vorhersehbar ist. Der Bundesliga-Auftakt, die Champions League und die umsatzstarken Monate im vierten Quartal sind Beispiele für Ereignisse, die in zukünftigen Angriffskampagnen wahrscheinlich ausgenutzt werden.
Netscope empfiehlt daher Sicherheitslösungen, die Webinhalte in Echtzeit analysieren, anstatt sich ausschließlich auf Sperrlisten bereits bekannter Domains zu verlassen.
Über Netskope Threat Labs
Netskope Threat Labs Das Team besteht aus einigen der führenden Forscher der Branche im Bereich cloudbasierter Bedrohungen und Malware. Es identifiziert und analysiert die neuesten Bedrohungen für Unternehmen und entwickelt Methoden, um Organisationen davor zu schützen. Die Forscher sind regelmäßige Redner und Mitwirkende auf führenden internationalen Sicherheitskonferenzen wie DEF CON, Black Hat und RSA.








