Eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen ist das Üben des Notfallplans. Laut einer Studie von CIO Analytics hinkt Schweden in dieser Hinsicht anderen nordeuropäischen Ländern hinterher. Am seltensten werden Notfallpläne in Kommunen angewendet, was den Bedarf an verstärkten Anstrengungen in diesem Sektor unterstreicht.
CIO Analytics ist eine jährliche Umfrage unter IT-Entscheidern in den nordischen und baltischen Ländern. Im Jahr 2026 beantworteten 1.478 IT-Führungskräfte Fragen zu Themen wie KI-Einsatz, Ressourcenherausforderungen und Sicherheitsvorsorge. Gerade im Bereich der Sicherheitsvorsorge sticht Schweden negativ hervor.

Nur 15 Prozent der schwedischen Unternehmen üben regelmäßig ihre Notfallpläne. Das ist deutlich weniger als in unseren Nachbarländern, wo jedes vierte Unternehmen kontinuierlich übt. Und das, obwohl wir häufiger berichten, dass wir Angriffen ausgesetzt waren, die unsere Geschäftstätigkeit beeinträchtigt haben., sagt Carl Johan Ekelund, Sicherheitschef bei Atea Schweden.
Die Umfrage zeigt, dass die Privatwirtschaft häufiger Notfallübungen durchführt und jedes fünfte Unternehmen dies regelmäßig tut. Dass der öffentliche Sektor im Allgemeinen und die Kommunen im Besonderen weniger üben, hat mehrere Gründe. Dies kann daran liegen, dass die Sicherheit in der kommunalen Verwaltung nicht ausreichend berücksichtigt wird, dass Übungen als zu zeit- und kostenintensiv empfunden werden oder dass die Auswirkungen eines Angriffs unterschätzt werden.
– Das mag seltsam erscheinen, da wir allein im letzten Jahr mehrere aufsehenerregende Angriffe auf Kommunen und deren Einrichtungen erlebt haben. Doch damit Vorsorgemaßnahmen wirklich Wirkung zeigen, müssen sie eine gemeinsame Verantwortung von IT, Betrieb und Management sein., sagt Carl-Johan Ekelund.
Um Kommunen und andere Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Vorsorgemaßnahmen zu unterstützen, bieten wir Folgendes an: Atea Schweden Im Rahmen des IT-Gipfels Atea Bootcamp und später im Herbst in Stockholm bot das Unternehmen Trainings in einem mobilen ”Escape Room” an. Dort konnten sie simulierte Angriffe erleben, ihr eigenes Verhalten reflektieren und gemeinsam mit anderen Unternehmen den Umgang mit einem solchen Vorfall üben. Alle Trainingseinheiten des Atea Bootcamp waren innerhalb der ersten Stunde ausgebucht, was zeigt, dass viele die Bedeutung von Vorbereitungstrainings erkannt haben.
– Solche Initiativen zeigen, dass der Wille zur Stärkung der Vorsorge groß ist. Gleichzeitig unterscheiden sich die Rahmenbedingungen und Ressourcen beispielsweise zwischen kleinen und großen Gemeinden. Der Privatsektor kann hier mehr Verantwortung übernehmen und die Gemeinden durch flexiblere Sicherheitskonzepte unterstützen. ”Unter anderem arbeiten mehrere Gemeinden im Rahmen der Initiative ”Gemeinsam sicherer‘ zusammen, die gemeinsame Entwicklungen und Investitionen ermöglicht“, so Carl-Johan Ekelund.








