Ein neuer Bericht von Roaring zeigt, wo sich Schwedens risikoreiche und unseriöse Unternehmen befinden und wie sie sich über Regionen und Branchen verteilen. Der Bericht verdeutlicht klare geografische und branchenspezifische Muster und hebt hervor, wie kriminelle Akteure Unternehmen für Finanzverbrechen ausnutzen.
Der Hintergrund ist besorgniserregend. Ein Bericht der Expertengruppe für Studien zur öffentlichen Wirtschaft (ESO) schätzt den Umsatz der kriminellen Wirtschaft in Schweden auf rund 352 Milliarden SEK pro Jahr und die kriminellen Gewinne auf etwa 185 Milliarden SEK. Gleichzeitig nutzen rund 80 Prozent der kriminellen Netzwerke in der EU Unternehmen als Instrumente zur Begehung von Straftaten.

Risikounternehmen können vielfältige Formen annehmen. Beispielsweise können es Unternehmen ohne operative Geschäftstätigkeit sein, die dennoch F-Steuern zahlen, umsatzsteuerlich registriert sind und über eine gute Kreditwürdigkeit verfügen. Diese Unternehmen können dann von Kriminellen genutzt werden, um sich in etablierte Strukturen einzukaufen und Wirtschaftskriminalität zu begehen.
Roaring hat über tausend verdächtige Unternehmen analysiert.
In dem Bericht hat Roaring schwedische Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHs) untersucht und unter anderem Änderungen in der Zusammensetzung des Vorstands, den SNI-Codes und den Firmenadressen analysiert. Durch die Kombination mehrerer Risikoindikatoren hat das Unternehmen 1.005 als risikoreich eingestufte Unternehmen identifiziert.
Die Analyse basiert auf einem Index, der anzeigt, ob ein Landkreis oder eine Branche im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtzahl der schwedischen Gesellschaften mit beschränkter Haftung einen höheren oder niedrigeren Anteil an risikoreichen Unternehmen aufweist.
Skåne wurde als die Region mit dem höchsten Risiko identifiziert.
Eine der deutlichsten Schlussfolgerungen des Berichts ist, dass Skåne derzeit die risikoreichste Region Schwedens zu sein scheint, wenn es um die Präsenz risikoreicher Unternehmen geht.
Mit einem Indexwert von 154 ist der Landkreis im Vergleich zu anderen Teilen des Landes deutlich überrepräsentiert und wird in der diesjährigen Umfrage als die primäre Risikoregion identifiziert.
Bildungsförderung für die am stärksten gefährdeten Branchen
Auf Branchenebene steht der Bereich Bildungsförderung an der Spitze der Sektoren mit der höchsten Risikokonzentration.
Die Branche weist einen Indexwert von 244 auf und ist damit laut Roarings Messung für 2025 der am stärksten risikobehaftete Sektor.
Die Immobilienbranche zeigt die größte Widerstandsfähigkeit.
Gleichzeitig gibt es Branchen, die sich in die entgegengesetzte Richtung entwickeln. Immobilienunternehmen weisen im Bericht mit einem Wert von nur 15 den niedrigsten Risikoindex auf.
Das Ergebnis ist besonders bemerkenswert, da der Immobiliensektor häufig in Diskussionen über Finanzkriminalität und Geldwäsche erwähnt wird, doch laut der Analyse von Roaring weist dieser Sektor die größte Widerstandsfähigkeit unter den untersuchten Branchen auf.
Rechtliche Vorfälle sind bei den gemeldeten Unternehmen häufig.
Der Bericht zeigt auch, dass ein großer Teil der identifizierten Unternehmen Verbindungen zu Personen mit dokumentierten juristischen Personen hat.
Von den 1.005 gemeldeten Unternehmen haben 667 Unternehmen, das entspricht 66,4 Prozent, Vertreter bei eingetragenen juristischen Personen.
Zu den häufigsten Deliktkategorien gehören:
- Geldwäsche
- Steuerbetrug
- Betrug
- Verstöße gegen die Rechnungslegungsvorschriften
- Drogenkriminalität
- Missbrauch
Vielen Unternehmen fehlt es an Umsatz.
Der Bericht zeigt auch, dass ein großer Teil der identifizierten Unternehmen nur eine geringe oder gar keine wirtschaftliche Aktivität aufweist.
Von den 1.005 Unternehmen:
- 536 Unternehmen melden einen Umsatz von null Kronen.
- 149 Unternehmen befinden sich in einem laufenden oder abgeschlossenen Insolvenz- oder Liquidationsverfahren.
- 29 Unternehmen melden einen Umsatz von über 6 Millionen SEK.
Entsprechend Brüllend Zur Gruppe mit Nullumsatz gehören sowohl aktive Unternehmen als auch Unternehmen, die sich in verschiedenen Abwicklungsprozessen befinden, wie z. B. Fusionen, Liquidationen und Insolvenzen.
Wichtiges Wissen für Unternehmen und Behörden
Der Bericht bietet einen einzigartigen Einblick in die Verteilung risikobehafteter Unternehmen in Schweden und zeigt auf, welche Sektoren am anfälligsten für betrügerische Akteure sind.
Für Unternehmen, Behörden und Organisationen, die sich mit Risikomanagement, der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der Lieferantenkontrolle befassen, können die Ergebnisse ein wichtiges Instrument sein, um festzustellen, wo die Risiken am größten sind und welche Warnsignale frühzeitig beachtet werden sollten.








