Laut einem neuen Bericht sind Identitätsangriffe und Cyberbedrohungen heutzutage die häufigste Art von Eindringversuchen. Barrakuda. Ungewöhnliche Anmeldeversuche, die physikalisch unmöglich sind und vom normalen Nutzerverhalten abweichen, gehören zu den deutlichsten Warnzeichen für einen laufenden Sicherheitsvorfall. Versucht ein Mitarbeiter beispielsweise, sich fast gleichzeitig von Malmö und Hanoi aus anzumelden, muss dies umgehend untersucht werden.
Cyberkriminelle zielen zunehmend auf Benutzeridentitäten ab. am häufigsten Laut dem Barracuda Managed XDR Global Threat Report, der auf der Analyse von über zwei Billionen IT-Ereignissen und fast 600.000 Sicherheitswarnungen basiert, waren Anmeldungen, die vom normalen Verhalten des Benutzers abwichen, wie z. B. von einem neuen geografischen Standort, einem unbekannten Gerät oder zu einer ungewöhnlichen Tageszeit, die häufigste Art von Sicherheitswarnung im vergangenen Jahr.
Cyberbedrohungen durch Identitätsdiebstahl dominieren moderne Angriffe
Der Bericht Die Analyse zeigt, dass Angriffe auf Identitäten und deren Sicherheit ganz oben auf der Liste der erkannten Bedrohungen stehen. An erster Stelle stehen anomale Anmeldungen bei Microsoft 365 und sogenannte unmögliche Reiseereignisse, bei denen sich dasselbe Konto innerhalb eines Zeitraums von zwei verschiedenen Orten aus anmeldet, was eine Reise physisch unmöglich macht.
Derartige Anomalien sind ein starkes Indiz für gestohlene Zugangsdaten und kompromittierte Konten.
„Unternehmen müssen heute erkennen, dass das Benutzerkonto einer der wichtigsten Zugangspunkte zur IT-Umgebung ist. Wenn ein Benutzer versucht, sich von einem Ort, mit einem Gerät oder zu einer Zeit anzumelden, die nicht dem normalen Verhalten entspricht, ist dies ein klares Warnsignal, das umgehend untersucht werden muss“, sagte Yaz Bekkar, Principal Consulting Architect XDR – EMEA, Barracuda Networks.
Gekaperte Konten fügen sich in die normale IT-Aktivität ein.
Dem Bericht zufolge sind diese Arten von Anomalien schwer zu erkennen, weil Angreifer verwendet legitime Werkzeuge und ahmt normale IT-Aktivitäten nach. Ein gehacktes Konto kann daher wie ein regulärer Benutzer erscheinen, bis das anomale Verhaltensmuster detailliert analysiert wird.
Die häufigsten Alarme im Zusammenhang mit gehackten Konten sind
• Anomale Anmeldungen in Microsoft 365 – 42.859 Ereignisse
• Unmögliche Reisen in Microsoft 365 – 22.343 Ereignisse
• Anmeldeversuche im Zusammenhang mit Kontoübernahmen – 5.131 Ereignisse
Gleichzeitig zeigt den Bericht dass Bedrohungen, die auf Computern, Mobiltelefonen und anderen physischen Geräten erkannt und gestoppt werden, beispielsweise durch SentinelOne, auch zu den häufigsten Alarmen in den IT-Umgebungen von Unternehmen gehören.
Zusammengenommen deuten diese Indikatoren darauf hin, dass Angreifer bereits Zugriff auf ein Konto erlangt haben oder versuchen, diesen zu erlangen, und dass sie ihn nutzen, um sich in der Umgebung weiter zu bewegen, ihre Berechtigungen zu erweitern oder Sicherheitskontrollen zu umgehen.
Angreifer benötigen nur eine einzige Schwachstelle, um erfolgreich zu sein. Dies kann ein nicht gesperrtes Konto, eine fehlerhafte Sicherheitskonfiguration oder ein ungeschütztes Gerät sein. Für Organisationen mit begrenzten Ressourcen und vielen separaten Sicherheitslösungen stellt die rechtzeitige Entdeckung solcher Schwachstellen eine große Herausforderung dar, so Yaz Bekkar.
Wie Organisationen den Identitätsschutz stärken können
Der Bericht hebt mehrere Maßnahmen hervor, die das Risiko von Eindringversuchen schnell verringern und verdächtige Aktivitäten zeitnah erkennen können.
• Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) verwenden
• Überprüfen Sie die Zuweisung und Änderungen der Berechtigungen
• Überwachung von anomalem Verhalten und verdächtigen Anmeldungen
• Nutzen Sie eine integrierte Sicherheitsplattform mit vollständiger Transparenz über Netzwerke, Geräte, Server, Cloud-Speicher und E-Mails hinweg.
Ziel des Berichts ist es, Organisationen, insbesondere solchen mit begrenzten Sicherheitsressourcen, zu helfen, zu verstehen, wie Angriffe in der Praxis durchgeführt werden und welche Sicherheitslücken ausgenutzt werden.
Identitätssicherheit wird zu einem entscheidenden Faktor für die moderne Cybersicherheit.
Da immer mehr Unternehmen geschäftskritische Systeme in die Cloud verlagern, wird Identitätssicherheit zu einem zentralen Bestandteil ihrer Cybersicherheitsstrategie. Benutzerkontenschutz, Multi-Faktor-Authentifizierung und Verhaltensanalysen sind daher unerlässlich, um Identitätsbedrohungen im Cyberraum zu stoppen, bevor Angreifer die Kontrolle über Systeme und Daten erlangen können.
Kurz zur Studie
Die Ergebnisse basieren auf den umfangreichen Daten, die im Jahr 2025 mit Barracuda Managed XDR gesammelt wurden. Die Analyse umfasst mehr als zwei Billionen IT-Ereignisse, fast 600.000 Sicherheitswarnungen und über 300.000 geschützte Geräte, Firewalls, Server und Cloud-Ressourcen.








