Der Wettbewerb zwischen Nutanix und VMware tritt nun in eine neue Phase ein, da die Kundenmigrationen im Zuge der Folgen der Übernahme von VMware durch Broadcom zunehmen.
Während der .NEXT-Veranstaltung des Unternehmens bestätigte Geschäftsführer Rajiv Ramaswami dass die Zahl der Nutanix-Kunden weltweit auf über 30.000 angewachsen ist.
Dies ist keine Entscheidung eines einzelnen Kunden mehr. Es handelt sich um eine klare Marktveränderung.
Die Migration erfolgt in mehreren Wellen
Laut Ramaswami vollzieht sich die Migration weg von VMware in drei klar abgegrenzten Phasen.
Die erste Welle bestand aus Unternehmen, die nach dem Broadcom-Deal schnell handelten. Diese Kunden wollten den anstehenden Änderungen der Lizenzmodelle und Preise vorbeugen und entschieden sich für eine Migration vor ihren Verlängerungszyklen. Mehrere größere Unternehmen schlossen die Migration innerhalb eines Jahres vollständig ab.
Die zweite Welle umfasst Kunden, die zunächst abgewartet haben. Sie verlängerten ihre Verträge, verfolgten die Entwicklungen aber aufmerksam. Viele dieser Unternehmen planen oder implementieren nun die Migration für die nächste Vertragsperiode. Diese Phase ist aktuell im Gange und schreitet rasant voran.
Die dritte Welle dürfte die umfassendste sein. Sie wird durch steigende Kosten, sinkendes Vertrauen und strategische Entscheidungen hinsichtlich zukünftiger Plattformen angetrieben. Laut Ramaswami wird diese Entwicklung eher schrittweise über mehrere Jahre als über Nacht erfolgen.

Nutanix peilt mehr als die Hälfte der VMware-Kundenbasis an.
VMware hat schätzungsweise rund 300.000 Kunden weltweit. Nutanix zielt nun auf etwa 165.000 dieser Unternehmen ab.
Hier geht es nicht um opportunistisches Wachstum. Es ist eine klare Strategie, um Marktanteile im Virtualisierungsmarkt zu gewinnen.
Analysten schätzen, dass über 100.000 VMwareKunden könnten die Plattform langfristig verlassen, insbesondere im mittleren Preissegment, wo die Migrationshürden geringer sind. Gleichzeitig Nutanix Das gestiegene Interesse größerer Unternehmen äußert sich häufig in schrittweisen Implementierungen, die im Laufe der Zeit wachsen.
Broadcom verteidigt die Rolle von VMware im Rechenzentrum der Zukunft
Gleichzeitig betont Hock Tan die Stabilität des Geschäfts von VMware.
Broadcom hebt hervor, dass über 90 Prozent der 10.000 größten VMware-Kunden ihre Verträge verlängert haben. Das Unternehmen investiert zudem weiterhin in VMware Cloud Foundation, die als zentrale Schicht in modernen Rechenzentren positioniert ist.
Die Strategie basiert darauf, dass VMware eine grundlegende Plattform für die Verarbeitung generativer und agentenbasierter KI-Workloads in großem Umfang darstellt.
Die wahren Treiber des Wandels
Migration Der Abschied von VMware ist nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen, sondern auf eine Kombination von Veränderungen im Markt.
Für viele Unternehmen ist die Kostensituation transparenter geworden, was eine Neubewertung der Gesamtbetriebskosten erforderlich macht. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit über die langfristige Ausrichtung des Anbieters nach der Übernahme durch Broadcom.
Parallel dazu steigt der Bedarf an Flexibilität in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen, was immer mehr Unternehmen dazu veranlasst, Alternativen zu traditionellen Virtualisierungsplattformen zu prüfen.
Für viele Organisationen ist VMware langfristig keine naheliegende Wahl mehr.








