Laut einem neuen Bericht sind die Zeiten, in denen Veranstaltungen ohne klaren Zweck organisiert wurden, definitiv vorbei. Lyyti, Die Studie analysierte mehr als 91.000 Veranstaltungen. Der Bericht hebt fünf Trends hervor, die prägend für erfolgreiche Veranstaltungen im Jahr 2026 sein werden.
Veranstaltungen als Phänomen werden wohl so schnell nicht verschwinden. Doch die Art und Weise, wie sie konzipiert, durchgeführt und evaluiert werden, verändert sich. Der neue Bericht “Event Trends 2026” der Eventplattform Lyyti zeigt, dass sich die Branche von groß angelegten und traditionellen Veranstaltungen abwendet. Stattdessen rücken Fokus, Timing und messbare Wirkung in den Vordergrund.

Der Bericht, der auf Erkenntnissen aus Umfrageantworten von Veranstaltern und aggregierten Veranstaltungsdaten basiert, hebt fünf Trends hervor, die erfolgreiche Veranstaltungen im Jahr 2026 definieren werden.
Der erste Trend ist eine klare Verlagerung hin zu kleineren, zielgerichteteren Veranstaltungen, insbesondere im B2B-Bereich. Bis 2025 werden über 92 Prozent der Veranstaltungen weniger als 100 Teilnehmer haben, was bestätigt, dass intime Formate nicht länger eine Nische, sondern die Norm sind. Anstatt ein breites Publikum anzusprechen, grenzen Veranstalter ihre Zielgruppe bewusst ein, um eine intensivere Interaktion zu erzielen und aussagekräftigere Ergebnisse zu erreichen.
Wir beobachten, dass eine klare Fokussierung zu einem Wettbewerbsvorteil geworden ist. Unternehmen und Organisationen veranstalten zwar weniger Events, investieren aber deutlich mehr in Relevanz und Qualität. Bei einem selektiven Publikum ist es wichtiger denn je, klar zu definieren, an wen sich die Veranstaltung richtet, so die Aussage. Petri Hollmén, Gründer und CEO von Lyyti.
Der zweite Trend signalisiert das Ende der Debatte um Live- versus Online-Veranstaltungen. Anstatt sich bei der Formatwahl an Trends oder Traditionen zu orientieren, passen Veranstalter das Format ihren jeweiligen Zwecken an. Live-Events sind weiterhin wichtig für den Aufbau von Beziehungen und Vertrauen, Online-Events werden aufgrund ihrer Reichweite und Effizienz geschätzt, und Hybridformate spielen eine strategische Rolle, wenn Flexibilität und Zugänglichkeit entscheidend sind. Die effektivsten Eventstrategien kombinieren heute verschiedene Formate, von denen jedes eine klar definierte Funktion hat.
Der Zeitpunkt ist der dritte wichtige Trend und ein zunehmend entscheidendes Unterscheidungsmerkmal. Da die Gesamtzahl der Veranstaltungen stetig zunimmt, kann der Zeitpunkt genauso wichtig sein wie das Angebot selbst. Lyytis Die Daten zeigen klare Muster: Veranstaltungen unter der Woche dominieren weiterhin, doch der Wettbewerb ist in den traditionellen Sendezeiten am größten. Vormittagsveranstaltungen unter der Woche mögen zwar die ”sichere” Wahl erscheinen, sind aber auch am umkämpftesten. Eine gut getimte Veranstaltung orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen des Publikums, anstatt einer Routine zu folgen.

Im Jahr 2025 schnitten Online-Veranstaltungen in Monaten wie dem Oktober besonders gut ab, da die durchschnittliche Teilnehmerzahl die anderer Zeiträume deutlich übertraf. Der Juli erwies sich jedoch für alle Formate als anhaltende Herausforderung mit deutlich geringeren Teilnehmerzahlen pro Veranstaltung. Auch After-Work-Events erfreuen sich wachsender Beliebtheit, wobei Veranstaltungen, die zwischen 17:00 und 19:00 Uhr beginnen, das stärkste Wachstum im Jahresvergleich verzeichnen. Die Daten legen nahe, dass Veranstalter, die gängige Terminmuster aktiv hinterfragen, anstatt sich ihnen anzupassen, besser positioniert sind, um in vollen Terminkalendern Aufmerksamkeit zu erregen.
– Der Zeitpunkt ist kein nebensächliches Detail mehr, sondern eine entscheidende Frage, die sorgfältig abgewogen werden muss. Veranstalter, die verstehen, wann ihr Publikum tatsächlich zahlreich erscheint und die es wagen, standardisierte Zeitpläne in Frage zu stellen, werden 2026 einen klaren Vorteil haben, erklärt Petri Hollmén.

Der vierte Trend betrifft die Art und Weise, wie Ergebnisse gemessen werden. Die reine Anzahl der Anmeldungen verliert an Bedeutung und wird durch Teilnahme, Präsenz und Engagement als zentrale KPIs ersetzt. Trotz Millionen von Anmeldungen zeigen die Daten eine Diskrepanz zwischen Absicht und tatsächlicher Teilnahme. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von Kommunikation, Erinnerungen und Nachfassaktionen, um Anmeldungen in tatsächliche Teilnahme umzuwandeln.
Der fünfte der Trend Veranstaltungstechnologie entwickelt sich zunehmend von einem reinen Unterstützungsinstrument zu einer zentralen Infrastruktur. Da Veranstaltungen einen erheblichen Teil der Marketing- und Vertriebsbudgets ausmachen, erwartet das Management einen messbaren Erfolg. Plattformen, die Registrierungen, Kommunikation, Teilnehmerdaten und CRM-Systeme miteinander verknüpfen, ermöglichen es Veranstaltern, Events von Kostenfaktoren in messbare Wachstumsmotoren zu verwandeln.
„Bis 2026 müssen wir nachweisen können, wie wichtig Veranstaltungen sind. Erfolgreich werden diejenigen Organisationen sein, die klar darlegen können, wie Veranstaltungen zu Beziehungen, Umsatz und langfristigem Wert beitragen“, sagt er. Petri Hollmén.
Die fünf Trends deuten gemeinsam auf eine reifere Veranstaltungsbranche hin, die Wert auf Intention statt Tradition und auf Qualität statt auf Nebensächlichkeiten legt. Für Veranstalter ist die Botschaft klar: Veranstaltungen, die die Zeit der Menschen respektieren, ihre Aufmerksamkeit verdienen und ihre Wirkung unter Beweis stellen, werden 2026 erfolgreich sein.








