Ein neuer Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Check Point Software Der Bericht zeigt, dass sich der Anteil kritischer Sicherheitslücken im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat. Gleichzeitig erfordert weniger als jede zwölfte Sicherheitswarnung sofortiges Handeln. Die größte Herausforderung besteht demnach nicht mehr darin, Bedrohungen zu erkennen, sondern schnell zu ermitteln, welche davon tatsächlich von Angreifern ausgenutzt werden können.

Da KI zunehmend von Cyberkriminellen eingesetzt wird, nehmen sowohl Tempo als auch Umfang der Angriffe zu. Automatisierte Tools können exponierte Systeme, gestohlene Zugangsdaten und bekannte Sicherheitslücken in einem viel größeren Umfang identifizieren, als es manuellen Sicherheitsteams möglich ist. Dies bedeutet, dass die Zeitspanne zwischen der Erkennung eines Risikos und dessen Behebung immer kürzer wird, während die Zeit bis zu einem Sicherheitsvorfall immer kürzer wird.
Die wichtigsten Schlussfolgerungen des Berichts:
- Die Sicherheitslücken nehmen rapide zu: Bei 42,6 Prozent aller kritischen Gefährdungen handelte es sich um Schwachstellen, im Vergleich zu 18,7 Prozent im Vorjahr.
- Nur wenige Alarme erfordern sofortiges Handeln: Lediglich 7,8 Prozent aller Sicherheitswarnungen wurden als so schwerwiegend eingestuft, dass sie unmittelbar nach der Überprüfung behoben werden mussten.
- Die Risiken sind konzentriert: Sicherheitslücken und interne Informationslecks machten zusammen 76 Prozent aller kritischen Gefährdungen aus.
- Die Netzfischerei nimmt rapide zu: Der Anteil von Phishing-Websites an den kritischen Sicherheitslücken stieg innerhalb eines Jahres von 1 Prozent auf 10,5 Prozent.
- Schnellere Aktionen sind möglich: Die in der Umfrage erfassten Organisationen setzten 85,9 Prozent der empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen um, was zeigt, dass die richtige Priorisierung wirksam ist.
Der Bericht zeigt auch, dass effektive Priorisierungsprozesse zu Ergebnissen führen. Im Energiesektor wurde fast ein Drittel der kritischen Sicherheitslücken innerhalb einer Stunde behoben, während im Gesundheitswesen die längsten Reaktionszeiten zu verzeichnen waren, was teilweise auf ältere IT-Systeme und hohe Anforderungen an die Zugänglichkeit zurückzuführen ist. Dies verdeutlicht, dass verschiedene Branchen unterschiedliche Rahmenbedingungen haben und ihre Sicherheitsmaßnahmen entsprechend anpassen müssen.

– Künstliche Intelligenz ermöglicht es Angreifern, Sicherheitslücken in einem Tempo zu identifizieren und zu testen, das für Sicherheitsteams manuell nur schwer zu bewältigen ist., sagt Oscar Rodin, Sicherheitsexperte bei Check Point Software. Daher wird es entscheidend sein, die tatsächlich nutzbaren Risiken zu priorisieren und sie schnell und ohne Betriebsunterbrechung zu beheben. Diese Fähigkeit wird die widerstandsfähigsten Organisationen von den übrigen unterscheiden.
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