QR-Codes, die zum Phishing oder ”Quishing” verwendet werden, sind derzeit auf dem Vormarsch und stellen eine erhebliche Bedrohung für Einzelpersonen und Organisationen dar. Barracuda Networks Experten sehen bei dieser Art von Angriffen ein wachsendes Risiko, da sie immer raffinierter, komplexer und schwieriger zu erkennen sind.
Bei den Angriffen werden die Empfänger dazu verleitet, bösartige Websites zu besuchen oder bösartige Software herunterzuladen.
Besonders gefährlich an ihnen ist, dass sie mit herkömmlichen E-Mail-Filtermethoden schwer zu erkennen sind. Ein gefälschter QR-Code ist in der Regel nicht das einzige Anzeichen für eine schädliche E-Mail. Aber beispielsweise bei KI und mithilfe von Bilderkennungstechnologie können sie sichtbar gemacht werden. KIDie -basierte Erkennung berücksichtigt auch andere Eigenschaften wie Absender, Inhalt, Bildgröße und Standort.
– Benutzer sollten beim Scannen von QR-Codes, die per E-Mail oder über andere Kanäle übermittelt werden, vorsichtig sein. Wenn Sie QR-Codes scannen müssen, empfehlen wir Ihnen, einen seriösen QR-Code-Scanner aus einem vertrauenswürdigen App Store herunterzuladen. Wenn QR-Code-Angriffe nicht Teil der Schulung Ihres Unternehmens für Cybersicherheit „Es ist wichtig, das Problem so schnell wie möglich anzugehen. QR-Codes haben unseren Alltag zwar einfacher gemacht, aber sie haben auch neue Wege für Cyberkriminelle eröffnet“, sagt Olesia Klevchuk, die bei Barracuda Networks im Bereich E-Mail-Sicherheit arbeitet.

Einige Beispiele für ”Quishing”
Eine gängige Methode des ”Quishings” besteht darin, QR-Codes in E-Mails einzubetten und die Empfänger zum Scannen des Codes und zum Besuch einer gefälschten, vertrauenswürdig wirkenden Webseite zu verleiten. Die Opfer werden typischerweise dazu verleitet, ihre Zugangsdaten einzugeben, die dann vom Angreifer abgefangen werden. Gefälschte QR-Codes können auch zu Umfragen oder Formularen führen, die nach persönlichen Informationen wie Name, Adresse oder Sozialversicherungsnummer fragen. Die Opfer werden mit Versprechungen von Belohnungen oder Preisen im Austausch für Informationen oder sogar einer kleinen Zahlung geködert.
Ebenso können QR-Codes Empfänger mit Websites verbinden, die beim Scannen automatisch Schadsoftware auf das Gerät des Opfers herunterladen. Die Schadsoftware kann von Spyware bis hin zu Ransomware reichen, die es Angreifern ermöglicht, Daten zu stehlen oder die Kontrolle über ein kompromittiertes Gerät zu übernehmen.
QR-Codes können auch zum Öffnen von Zahlungsseiten, zum Folgen von Social-Media-Konten und sogar zum Versenden vorgefertigter E-Mails von den Konten des Empfängers verwendet werden. Das bedeutet, dass Hacker können sich problemlos als ihre Opfer ausgeben und andere Personen in ihren Kontaktlisten ins Visier nehmen.








