Der Netzwerkverkehr wird sich aufgrund der fortschreitenden Entwicklung von KI voraussichtlich in drei Jahren verdreifachen. Um diesem Anstieg gerecht zu werden, ist laut einer neuen Studie von Cisco eine umfassende und rasche Modernisierung der Infrastruktur erforderlich.
Agentische KI bietet enorme Chancen für Unternehmen, stellt die heutige digitale Infrastruktur aber auch vor große Herausforderungen. Im vergangenen Jahr wuchs der Netzwerkverkehr von Unternehmen um durchschnittlich 34 Prozent, und dieses Wachstum beschleunigt sich. Es wird erwartet, dass sich der Datenverkehr im kommenden Jahr verdoppelt und in den nächsten drei Jahren mehr als verdreifacht.
Dies geht aus einer globalen Umfrage hervor. Cisco Mehr als 3.400 IT-Entscheider wurden befragt. Die große Mehrheit ist sich einig, dass KI weiterhin rasant wachsen wird und die Infrastruktur früher oder später an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen wird. Ganze 73 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Punkt, an dem das Netzwerk den Kapazitätsbedarf nicht mehr decken kann, in maximal zwei Jahren erreicht sein wird, und einige Unternehmen erleben bereits heute Kapazitätsengpässe.
Selbst bei Unternehmen, die als Vorreiter der ersten KI-Welle gelten, wächst der Druck: Nur 30 Prozent dieser Organisationen sind der Ansicht, dass ihre Infrastruktur für das erwartete KI-Wachstum gerüstet ist.
Die Herausforderungen betreffen nicht nur das steigende Datenverkehrsaufkommen, sondern auch die Wege, die dieser Datenverkehr nimmt. Traditionelle Netzwerkinfrastrukturen sind darauf ausgelegt, den Datenverkehr in und aus dem Rechenzentrum zu priorisieren. Die Bereiche, in denen die Last durch agentenbasierte KI am schnellsten zunimmt, sind jedoch die sogenannten lateralen Kommunikationswege zwischen internen Geräten, Servern und Anwendungen.
Hierbei handelt es sich um Kommunikationswege, die, wenn sie automatisiert werden und in Maschinengeschwindigkeit ablaufen, die Infrastruktur schnell überlasten können.
Darüber hinaus reagieren agentenbasierte KI-Workloads empfindlicher auf Netzwerkstörungen, Kapazitätsprobleme und Latenz als herkömmliche Anwendungen.
Auch die Sicherheit wird als große Herausforderung hervorgehoben. 78 Prozent der Befragten erwarten aufgrund des verstärkten Einsatzes von KI erhöhte Sicherheitsrisiken. Gleichzeitig sind 71 Prozent der Ansicht, dass sich Bedrohungen schneller weiterentwickeln, als bestehende Schutzmaßnahmen angepasst werden können, und 69 Prozent glauben, dass die Überwachung und der Überblick über die Infrastruktur schwieriger werden, wodurch mehr sogenannte blinde Flecken entstehen.
Ein Drittel der befragten Unternehmen hat bereits mit dem Einsatz agentenbasierter KI begonnen, und 85 Prozent erwarten, ihren Einsatz in den nächsten zwei Jahren deutlich oder stark auszuweiten.
Gleichzeitig stellen die Autoren des Berichts fest, dass die Kluft zwischen den KI-Ambitionen und dem tatsächlichen Stand der Infrastruktur immer größer wird. Die Entwicklung schreitet deutlich schneller voran als von vielen Unternehmen erwartet, wodurch die Modernisierung der Infrastruktur zu einer strategischen Notwendigkeit wird.
„Es besteht ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen Campus- und Filialnetzen und dem Umfang, der Geschwindigkeit und der Vielfalt des KI-gesteuerten Datenverkehrs, der sich heute durch die Netzwerke bewegt. Da Unternehmen das Tempo erhöhen, …“ KI-Nutzung Netzwerke stehen unter Druck aus drei Richtungen: rasant zunehmendem Datenverkehr, schnell erreichten Kapazitätsgrenzen und zunehmender Sicherheitskomplexität.








