Neue Forschungsergebnisse von TrendAI zeigen, dass gestohlene Gesundheits- und Patientendaten in einer etablierten Schattenwirtschaft gehandelt und geteilt werden. Dort arbeiten Ransomware-Gruppen, Zugangsvermittler und Betrüger zusammen, um Patientendaten zu monetarisieren. TrendAI analysierte über einen Zeitraum von zwölf Monaten 7.779 Forenbeiträge, 21.813 Anzeigen und 95 geleakte Ransomware-Seiten mit Bezug zu Cyberkriminalität im Gesundheitswesen.
Der Bericht zeigt, dass Gesundheitsdaten für Cyberkriminelle weiterhin besonders attraktiv sind, da die Informationen sensibel und langlebig sind und für verschiedene Betrugsarten missbraucht werden können. Der Verkauf von Daten im Zusammenhang mit Ransomware machte 36,3 Prozent des Marktvolumens aus. Die Analyse zeigt zudem einen verstärkten Fokus auf Anbieter von Systemen für elektronische Patientenakten, da ein einzelner Datenverstoß Hunderte von Gesundheitseinrichtungen betreffen kann.

– Gesundheitsdaten haben sich von gestohlenen Informationen wie allen anderen zu einem langfristigen kriminellen Vermögenswert entwickelt., sagt Martin Fribrock, Country Manager für Schweden, Finnland und das Baltikum bei TrendAI. Und Gesundheitsdaten sind naturgemäß besonders sensibel; anders als beispielsweise Kreditkartendaten oder Passwörter können Diagnosen, Behandlungsverläufe oder biometrische Daten nicht einfach blockiert und ersetzt werden.

TrendAI warnt davor, dass Angriffe auf Lieferketten im Gesundheitswesen, wie etwa auf medizinische Software und Plattformen, zu einem immer größeren Risikofaktor werden und es Cyberkriminellen ermöglichen, Angriffe weit über einzelne Krankenhäuser oder Kliniken hinaus auszuweiten.
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