Sicherheitsforscher bei Check Point Software hat eine neue Phishing über Cloud-Dienste Im Rahmen einer Kampagne nutzen Cyberkriminelle vertrauenswürdige SaaS-Plattformen aus, um betrügerische E-Mails weltweit zu verbreiten. Über 130.000 E-Mails wurden bereits an mehr als 20.000 Organisationen weltweit versendet.
Anders als bei herkömmlichen Phishing-Angriffen, die auf gefälschten Domains oder schädlichen Links basieren, haben die Angreifer stattdessen integrierte Funktionen bekannter Cloud-Dienste wie … ausgenutzt. Microsoft Zoom, Amazon, PayPal und YouTube. Indem die Plattformen selbst nicht vertrauenswürdige Inhalte in Feldern wie Kontonamen, Abonnementinformationen oder Einladungsnachrichten platziert haben, haben sie E-Mails versendet, die völlig legitim aussehen und technische Sicherheitsprüfungen bestehen.
Die E-Mails geben sich oft als Mitteilungen über Abonnementrechnungen oder Kontoänderungen aus und fordern den Empfänger auf, eine bestimmte Supportnummer anzurufen. So vermeiden die Angreifer Links und verlagern den Betrug direkt ins Telefon, wo Social Engineering zum Einsatz kommt. Diese Methode erschwert die Erkennung der Angriffe sowohl für Nutzer als auch für automatisierte Schutzsysteme erheblich.
Die aktuelle Kampagne generierte über 130.000 Phishing-E-Mails und betraf weltweit mehr als 20.000 Unternehmen und Organisationen. Laut Check Point ist dies Teil eines sich rasant ausbreitenden Trends, bei dem Cyberkriminelle vertrauenswürdige Marken und cloudbasierte Arbeitsabläufe nutzen, um Zustellbarkeit, Glaubwürdigkeit und Reichweite zu maximieren.
Wie Cloud-basiertes Phishing herkömmliche Schutzmechanismen umgeht
In den letzten drei Monaten wurden über 460.000 Phishing-E-Mails mit dieser Art von SaaS-basiertem Missbrauch in Verbindung gebracht. Dies deutet darauf hin, dass es sich nicht um einen vorübergehenden Anstieg, sondern um eine strategische Verlagerung der Phishing-Methoden handelt. Besonders gefährdet sind Technologieunternehmen, Industrieunternehmen und der Bildungssektor, wo legitime Systembenachrichtigungen zum Alltag gehören und daher weniger Verdacht erregen.
– Dies markiert einen klaren Wandel im Erscheinungsbild von Phishing, sagt Fredrik Sandström, Sicherheitsexperte bei Check Point Software. Angreifer müssen keine eigene Infrastruktur mehr aufbauen oder gefälschte Absender erstellen. Durch die Nutzung vertrauenswürdiger Cloud-Dienste erben sie automatisch Vertrauen, wodurch Angriffe sowohl skalierbar als auch schwerer zu stoppen werden.
Die Entdeckung zeigt, dass Unternehmen nicht länger davon ausgehen können, dass ordnungsgemäß signierte und scheinbar authentische E-Mails automatisch sicher sind. Da Cloud-Dienste immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt der Geschäftskommunikation werden, sind Sicherheitslösungen erforderlich, die erkennen können, wenn legitime Funktionen missbräuchlich verwendet werden, selbst wenn auf den ersten Blick alles korrekt erscheint.
Organisationen werden daher dringend aufgefordert, den Schutz vor Phishing über Cloud-Dienste durch fortschrittliche E-Mail-Analyse, verhaltensbasierte Sicherheit und kontinuierliche Schulung der Benutzer zu neuen Angriffsmethoden.








