Jahrelang galt für den Schutz im Internet folgender Standard: URL prüfen, auf das Schloss-Symbol achten und verdächtigen Domains nicht vertrauen. Neue Forschungsergebnisse von TrendAI zeigen nun, wie Angreifer diese Sicherheitsvorkehrungen umgehen konnten.
Die bösartigen Kampagnen konnten sich verbreiten, indem Angreifer Google-Anzeigen schalteten, die auf Suchanfragen mit beliebten KI-Tools wie beispielsweise … abzielten. Claude, ChatGPT und Cursor. Die Anzeigen führten jedoch nicht zu einem gefälschte Kopie der KI-Tools Wie so oft üblich, führte dies jedoch stattdessen zu einer echten claude.ai-Seite. Mithilfe der gemeinsamen Chatfunktion von Anthropic konnten die Angreifer Nachrichten platzieren. überzeugende gefälschte ”Support”-Anweisungen Dabei wurden Nutzer dazu verleitet, einen Terminalbefehl auszuführen, wodurch unbemerkt Schadsoftware installiert wurde, die Passwörter, Browserdaten und Krypto-Wallets stahl.
Der gesamte Angriff ging von legitimer Infrastruktur aus, wodurch viele der von den betroffenen Organisationen eingesetzten Sicherheitstools unentdeckt blieben. Die Kampagne zielte gezielt auf technisch versierte Nutzer ab – also auf Personen, die die meisten Organisationen als am wenigsten anfällig für Social Engineering einstufen.
TrendAI Anthropic verfolgte sechs verschiedene Angriffswellen und über 100 schädliche Hostnamen. Nach der Meldung durch TrendAI entfernte Anthropic die schädlichen Inhalte.
„Was die Kampagne so erfolgreich gemacht hat, war nicht ausgefeilte Technologie, sondern die Nutzung von Vertrauen“, sagt er. Martin Fribrock, Country Manager Schweden, Finnland und Baltikum bei TrendAI. Die Angreifer mussten keine überzeugenden Fälschungen erstellen, da sie einen Weg fanden, ihre Anweisungen auf der echten Seite zu veröffentlichen. Sobald sich die Köderseite auf einer legitimen Domain mit einem gültigen Zertifikat befindet, sind die meisten Schutzmechanismen, auf die wir uns verlassen, wirkungslos.
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