Die Unsicherheit bezüglich der KI-Regulierung in der EU bremst derzeit die Entwicklung von KI in nordischen Unternehmen, da die neuen Vorschriften erst nach und nach vollständig umgesetzt werden.
Die EU-Regulierung von KI wird in Kürze vollständig in Kraft treten, doch eine neue Umfrage unter nordischen Unternehmen zeigt, dass noch viel zu tun ist. Die Unsicherheit bezüglich Gesetzen und Verordnungen führt dazu, dass viele KI-Projekte verlangsamt oder ganz eingestellt werden.
Eine neue internationale Compliance-Studie von NAVEX zeigt, dass schwedische und nordische Unternehmen bei der Vorbereitung auf die KI-Gesetzgebung weiterhin vor großen Herausforderungen stehen. Seit Inkrafttreten der Verordnung wird der KI-Rahmen der EU schrittweise umgesetzt; die vollständige Umsetzung wird voraussichtlich Anfang August 2026 abgeschlossen sein.
Laut der Umfrage gaben lediglich 30 Prozent der befragten nordischen Länder an, sich vollständig auf die bevorstehenden KI-Regulierungen vorbereitet zu fühlen. Gleichzeitig erklärten 60 Prozent, dass sie zwar an der Vorbereitung ihrer Unternehmen arbeiten, aber noch nicht so weit seien.
Lediglich 26 Prozent der Befragten halten die internen Richtlinien des Unternehmens für den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit KI-Tools für sehr klar. Fast ebenso viele, nämlich 24 Prozent, empfinden die Richtlinien als unklar, was Unsicherheit hinsichtlich des KI-Einsatzes im täglichen Betrieb zur Folge hat.

Entsprechend Vincent Vacher, Regionalleiter Nordeuropa bei NAVEX, Für die nordische Wirtschaft besteht eindeutig Verbesserungspotenzial.
Han menar att ett viktigt steg är att skapa tydliga lokala ramverk och samtidigt avsätta resurser för att utbilda personalen. Om detta inte görs försvåras möjligheten att skapa verklig affärsnytta av AI initiativ, vilket i sin tur kan leda till flaskhalsar och kostsamma återvändsgränder.
In den vergangenen zwölf Monaten gaben 55 Prozent der Befragten an, dass ein oder mehrere KI-Projekte gestoppt wurden. Für 20 Prozent der Unternehmen trug die Unsicherheit bezüglich der EU-KI-Regulierung zur Einstellung von KI-Initiativen bei. Weitere Faktoren wie die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und ethische Bedenken wurden von 18 bzw. 11 Prozent der Unternehmen als mitwirkende Gründe genannt.
Die Umfrage zeigt auch, dass KI trotz Unsicherheiten bezüglich interner Richtlinien eingesetzt wird. Nur acht Prozent der Befragten geben an, sich nie auf KI-generierte Empfehlungen zu verlassen, wenn sie sich nicht sicher sind, ob deren Einsatz mit den internen Richtlinien vereinbar ist. 24 Prozent tun dies regelmäßig und 14 Prozent sogar ständig.
Die Studie wurde im Januar 2026 von OnePoll im Auftrag von NAVEX durchgeführt. Die nordische Stichprobe umfasst 100 Entscheidungsträger aus Schweden, Norwegen und Dänemark, die alle aus Organisationen mit mehr als 500 Mitarbeitern stammen. Auch Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die Schweiz und die USA sind in der Umfrage enthalten.
Für viele Organisationen liegt die Herausforderung nicht in der Technologie selbst, sondern in der Unternehmensführung, der Rechenschaftspflicht und der Rechtssicherheit. Da KI-Regulierungen in der EU zunehmend Bestandteil des Geschäftsalltags werden, steigt der Bedarf an klaren internen Richtlinien, Schulungen und Governance-Strukturen. Unternehmen, die diese frühzeitig etablieren, minimieren das Risiko von Reibungsverlusten und können KI-Investitionen schneller in konkrete Geschäftsvorteile umsetzen.







