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KI-Zusammenfassung
Schlüsselmomente
Malware-Reduzierung
Die weltweiten Malware-Erkennungsraten sanken von 6,81 TP3T im April auf 5,61 TP3T im Juli.Zunahme von Datenschutzverletzungen
Die Zahl der gemeldeten Datenschutzverletzungen stieg im Juli von 705 auf 885.Ransomware-Gruppenaktivität
Gruppen wie The Gentlemen und Qilin haben ihre Aktivitäten deutlich gesteigert und mehr Opfer gefordert.Bedeutung einer mehrschichtigen Strategie
Acronis betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und einer soliden Sicherheitsstrategie gegen Cyberbedrohungen.Das neueste Cyberthreats-Update von Acronis zeigt einen zweigleisigen Trend in der globalen Cyberbedrohungslandschaft. Der Anteil erkannter Malware sank den dritten Monat in Folge, während die Zahl der gemeldeten Datenschutzverletzungen stark anstieg und Ransomware-Gruppen ihre Angriffe weiter intensivierten.
Die globale Cyberbedrohungslandschaft zeigte im Juli uneinheitliche Tendenzen. Laut Telemetriedaten von Acronis sank die weltweite Malware-Erkennungsrate den dritten Monat in Folge auf 5,6 Prozent. Auch URL-basierte Bedrohungen gingen in allen 16 Märkten, die das Unternehmen überwacht, zurück.
Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Datenschutzverletzungen deutlich auf 885, verglichen mit 705 im Vormonat. Zudem haben Ransomware-Gruppen wie The Gentlemen und Qilin ihre Aktivitäten innerhalb weniger Wochen erheblich gesteigert.
Acronis Cyberthreats-Update wird monatlich veröffentlicht und fasst aktuelle Erkenntnisse über die Cyberbedrohungslandschaft sowie Analysen der Experten der Acronis Threat Research Unit (TRU) zusammen.
Das Schadensregulierungsprogramm verzeichnet den dritten Monat in Folge einen Rückgang.
Laut Acronis-Telemetriedaten sank die Malware-Erkennungsrate im Juli um 0,4 Prozentpunkte, von 6,0 auf 5,6 Prozent.
Dies ist der dritte monatliche Rückgang in Folge, seit im April mit 6,8 Prozent der Höchststand des Jahres erreicht wurde.
Bei URL-basierten Bedrohungen zeigte sich im Juli ebenfalls eine Verbesserung; die normalisierte Erkennungsrate sank im Vergleich zum Juni in allen 16 Fokusmärkten.
In Deutschland sank der Wert um 2,5 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Besonders starke Rückgänge wurden in Brasilien (von 11,2 auf 6,7 Prozent), Italien (von 10,6 auf 7,0 Prozent) und Kolumbien (von 12,9 auf 9,4 Prozent) verzeichnet.
Ransomware-Gruppen nehmen ihre Aktivitäten weiter zu
Gleichzeitig verliefen die Entwicklungen im Bereich Ransomware weiterhin sehr dynamisch.
Die Gentlemen führten die Liste im Juli mit 162 bekannten Opfern an, gefolgt von Qilin mit 128 Fällen und DragonForce mit 42 Fällen.
Die Gentlemen und Qilin haben ihre Aktivitäten im Vergleich zum Juni, als die Gruppen mit 91 bzw. 78 Opfern in Verbindung gebracht wurden, deutlich gesteigert.
Unterdessen rückte DragonForce auf Kosten von LockBit 5.0 unter die drei aktivsten Akteure vor. Die Zahlen verdeutlichen, wie schnell einzelne Ransomware-Gruppen ihre Operationen innerhalb weniger Wochen ausweiten oder einschränken können.
Vidar, AsyncRAT und XWorm gehören zu den aktivsten Bedrohungen.
Was die Malware-Aktivität betrifft, standen Vidar, AsyncRAT und XWorm an der Spitze.
Dem Bericht zufolge zeigt die Kombination aus informationsdiebstahlender Malware und Fernzugriffstools, wie Cyberkriminelle sowohl versuchen, sensible Informationen direkt zu stehlen als auch einen langfristigen Zugriff auf kompromittierte Systeme zu erlangen.
Weitere Erkenntnisse aus dem Bericht
Im Juli wurden 885 Datenschutzverletzungen gemeldet, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 705 Fällen im Vormonat.
Die höchsten normalisierten Malware-Erkennungsraten wurden in Palästina mit 42,6 Prozent, in Vietnam mit 30,5 Prozent und in Guadeloupe mit 26,8 Prozent verzeichnet.
Bei schädlichen URLs lag Singapur mit 10,2 Prozent an der Spitze der Fokusmärkte, gefolgt von Indien mit 10,0 Prozent und Kolumbien mit 9,4 Prozent. Die Vereinigten Staaten verzeichneten einen Anteil von 8,8 Prozent.
Vorfall des Monats: Ernst & Young
Acronis hebt außerdem einen Vorfall hervor, der mit Ernst & Young (EY) in Verbindung steht.
Unbefugte Akteure verschafften sich angeblich zwischen dem 28. März und dem 12. April 2026 über eine Plattform eines externen IT-Dienstleisters, die von dem Steuerberatungsunternehmen genutzt wurde, Zugang. Die Angreifer konnten Dokumente von mehreren Mandanten herunterladen.
Die ShinyHunters-Ransomware-Gruppe bekannte sich am 27. Juli öffentlich zu dem Angriff und gab als Grund kompromittierte Zugangsdaten zur Lieferkette an.
Entsprechend Acronis Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig es ist, insbesondere die Konten von Dienstleistern und externen Parteien mit Zugriff auf ITSM-, DevOps- und Cloud-Umgebungen zu schützen.
Acronis: Kein Grund, die Wachsamkeit zu vernachlässigen.
“Der dritte Rückgang in Folge ist ein positives Zeichen, doch es besteht kein Grund, die Gefahr zu übertreiben. Die Malware-Erkennungsrate liegt weiterhin deutlich über dem Niveau vom Jahresbeginn, während sich die regionalen Schwerpunkte rasant verlagern. Unternehmen sollten sich daher auf kontinuierliche Überwachung, konsequent gesicherten Zugriff von Drittanbietern und eine mehrschichtige Sicherheitsstrategie konzentrieren”, so Markus Fritz, General Manager DACH bei Acronis.
Acronis-Empfehlungen zum Schutz vor aktuellen Cyberbedrohungen
Acronis empfiehlt unter anderem, dass Organisationen starke und einzigartige Passwörter sowie einen Passwort-Manager und verschlüsselten Cloud-Speicher für vertrauliche Dateien verwenden.
Unternehmen sollten außerdem die automatisierte Wiederherstellung verschlüsselter oder manipulierter Dateien implementieren und fortschrittliche E-Mail-Sicherheit und URL-Filterung einsetzen, um den Schutz vor Phishing und anderen Formen des Social Engineering zu verstärken.
Um die Software auf dem neuesten Stand zu halten, sollte ein Patch-Management-System eingesetzt werden. Darüber hinaus sollten signierte Installationsdateien nicht nur anhand ihrer Signatur, sondern auch anhand der darin enthaltenen Konfigurationsdaten überprüft werden.
Acronis empfiehlt außerdem, Fernzugriffssoftware sorgfältig zu prüfen und ihre Verwendung auf das tatsächlich Notwendige zu beschränken.
Das Unternehmen hebt abschließend die Bedeutung einer robusten Sicherheitslösung mit verhaltensbasierter, KI- und maschinellem Lernen basierender Erkennung sowie Heuristiken zum Schutz vor Ransomware hervor.
Über Acronis
Acronis ist ein globales Cybersicherheitsunternehmen, das eine integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider und IT-Abteilungen anbietet.
Die Lösungen von Acronis helfen Unternehmen dabei, ihre IT-Umgebungen zu identifizieren und zu schützen, Bedrohungen zu erkennen und zu bewältigen sowie Daten wiederherzustellen und zu verwalten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität zu gewährleisten.
Acronis ist ein 2003 in Singapur gegründetes Schweizer Unternehmen. Es verfügt über 15 Niederlassungen weltweit und Mitarbeiter in über 60 Ländern. Die Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen und in über 150 Ländern verfügbar und wird von mehr als 21.000 Serviceanbietern genutzt.








