Ein neuer Bericht von Barrakuda Die Studie zeigt, dass 90 Prozent aller Ransomware-Angriffe im Jahr 2025 Firewalls ausnutzen, entweder durch veraltete Software oder durch ungeschützte Benutzerkonten. Der schnellste dokumentierte Angriffsablauf führte innerhalb von nur drei Stunden vom Datenleck zur vollständigen Verschlüsselung. Diese Erkenntnisse stammen aus dem ”Barracuda Managed XDR Global Threat Report”, der die Vorgehensweise von Cyberkriminellen und die Schwachstellen aufzeigt, die Unternehmen besonders angreifbar machen.
Anhand Tausender realer Vorfälle zeigt der Bericht, wie Angreifer legitime IT-Tools wie Fernzugriffsprogramme nutzen, um ungeschützte Geräte auszunutzen. Er hebt außerdem die Risiken veralteter Verschlüsselung, deaktivierter Sicherheitsfunktionen auf Client-Systemen und anomaler Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Anmeldungen oder Zugriffen mit erhöhten Berechtigungen hervor.

„Organisationen und ihre Sicherheitsteams, insbesondere solche mit nur einem IT-Manager, stehen vor enormen Herausforderungen. Angesichts begrenzter Ressourcen und fragmentierter Sicherheitslösungen müssen sie Identitäten, Vermögenswerte und Daten vor sich schnell entwickelnden neuen Bedrohungen schützen, bei denen Angriffe innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden können“, sagt er. Merium Khalid, Direktor, SOC Offensive Security bei Barracuda.
Wichtigste Fakten im Bericht
- Bei 90 Prozent der Ransomware-Angriffe wurden Firewalls ausgenutzt. Über bekannte Sicherheitslücken (CVEs) oder schwache Benutzerkonten können Angreifer so die Kontrolle über das Netzwerk erlangen und ihre Aktivitäten hinter der Firewall verbergen.
- Der schnellste Angriff nutzte die Akira-Ransomware und dauerte drei Stunden. von Eindringversuchen bis hin zur Verschlüsselung, was den Verteidigern nur sehr begrenzten Handlungsspielraum lässt.
- Jede zehnte entdeckte Sicherheitslücke hatte einen bekannten Exploit. Cyberkriminelle nutzen weiterhin Schwachstellen in Software aus, oft auf Herstellerebene, was die Wichtigkeit einer zeitnahen Aktualisierung der Systeme unterstreicht.
- Die am häufigsten entdeckte Sicherheitslücke stammte aus dem Jahr 2013. CVE‑2013‑2566 betrifft einen veralteten Verschlüsselungsalgorithmus, der noch in älteren Servern, eingebetteten Systemen und Anwendungen vorhanden ist.
- 96 Prozent der Vorfälle, bei denen sich der Angreifer innerhalb des Netzwerks seitlich bewegte, endeten mit Ransomware. Seitliche Bewegungen sind ein deutliches Anzeichen dafür, dass sich ein Angriff entwickelt.
- 66 Prozent aller Vorfälle standen im Zusammenhang mit der Lieferkette oder Drittanbietern. – ein deutlicher Anstieg gegenüber 45 Prozent im Vorjahr.
– Die Schwachstellen eines Unternehmens sind oft leicht zu übersehen: ein unautorisiertes, ungeschütztes Gerät, ein nicht gesperrtes Konto nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters, eine veraltete Anwendung oder eine falsch konfigurierte Sicherheitsfunktion. Angreifer müssen nur eine einzige Schwachstelle finden. Eine integrierte, KI-gestützte und weitgehend autonome Sicherheitslösung, deren Betrieb von Experten übernommen wird, kann daher oft den entscheidenden Unterschied ausmachen, so Merium Khalid.
Kurz zur Studie
Die Ergebnisse basieren auf den umfangreichen Daten, die über Barrakuda Managed XDR im Jahr 2025 mit mehr als zwei Billionen IT-Ereignissen, fast 600.000 Sicherheitswarnungen und über 300.000 geschützten Clients, Firewalls, Servern und Cloud-Ressourcen.
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