Der aktuelle Brand Phishing Report von Check Point für das erste Quartal 2026 zeigt, dass Microsoft weiterhin die weltweit am häufigsten Ziel von Phishing-Angriffen ist. Mit einem Anteil von sage und schreibe 22 Prozent an allen Phishing-Versuchen, die sich gegen Nutzer weltweit richten, bestätigt der Bericht einen klaren Trend: Cyberkriminelle konzentrieren sich auf digitale Identitäten und Cloud-basierte Dienste.
Das IT-Sicherheitsunternehmen Check Point Software Microsoft veröffentlicht seinen neuesten Brand Phishing Report für das erste Quartal 2026. Das Unternehmen bleibt weiterhin Spitzenreiter und ist für 22 Prozent aller Phishing-Angriffe weltweit verantwortlich. Diese Spitzenposition belegt Microsoft bereits seit Langem und verdeutlicht, wie konsequent Cyberkriminelle vertrauenswürdige Plattformen ausnutzen.
Phishing ist weiterhin einer der häufigsten Wege, um in Unternehmen einzudringen. Der Bericht zeigt, wie Angreifer systematisch bekannte Marken imitieren, um Nutzer zur Preisgabe ihrer Zugangsdaten zu verleiten. Hinter Microsoft liegt Apple mit 11 Prozent, gefolgt von Google mit 9 Prozent. Auch Amazon und LinkedIn rangieren weit oben, was verdeutlicht, wie sowohl Verbraucherdienste als auch berufsbezogene Plattformen als Einfallstor für sensible Informationen missbraucht werden.
Die vier am häufigsten angegriffenen Marken sind zusammen für fast die Hälfte aller Angriffe verantwortlich. Der Technologiesektor dominiert weiterhin, gefolgt von sozialen Medien und dem Finanzsektor. Dies zeigt, dass digitale Identitäten und Cloud-Dienste zu den wertvollsten Zielen für Angreifer zählen.
Im Laufe des Quartals wurden mehrere ausgeklügelte Kampagnen identifiziert. In einem Fall wurden lange und irreführende URLs verwendet, um den Anmeldedienst von Microsoft zu imitieren und Daten zu sammeln. In einem anderen Fall wurde WhatsApp ausgenutzt, indem Nutzer dazu verleitet wurden, einen QR-Code zu scannen, wodurch Angreifer Zugriff auf ihre Konten erhielten. Gefälschte Online-Shops und manipulierte Software-Downloads wurden ebenfalls für Betrug und die Verbreitung von Schadsoftware eingesetzt.
Diese Entwicklung wird dadurch vorangetrieben, dass immer mehr Dienste mit derselben digitalen Identität verknüpft werden. Ein gehacktes Konto kann Zugriff auf E-Mails, Kollaborationstools und geschäftskritische Informationen ermöglichen. Dadurch wird Phishing zu einem effektiven ersten Schritt für umfassendere Angriffe.

– Microsofts anhaltende Spitzenposition zeigt, wie zentral Identitäten und Cloud-Dienste für Angreifer geworden sind., sagt Oscar Rodin, Sicherheitsexperte bei Check Point Software. Gleichzeitig gewinnen Plattformen wie LinkedIn an Bedeutung, was auf einen verstärkten Fokus auf Unternehmensumgebungen hindeutet. Um Risiken zu minimieren, sind proaktive Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, bei denen Bedrohungsinformationen und Schutzmaßnahmen in die gesamte digitale Arbeitsumgebung integriert werden.
Die am häufigsten imitierten Unternehmen im ersten Quartal 2026
- Microsoft – 22%
- Apple – 11%
- Google – 9%
- Amazon – 7%
- LinkedIn – 6%
- Dropbox – 2%
- Facebook – 2%
- WhatsApp – 1%
- Tesla – 1%
- YouTube – 1%
Der Bericht basiert auf Daten von Check Point Research und ihre globale Bedrohungsplattform ThreatCloud.
Eine detailliertere Beschreibung finden Sie unter Check Point Blog.








