Wiz Research zeigt im Bericht, dass Stand der KI in der Cloud 2026 Die Nutzung von KI in Cloud-Umgebungen wird zunehmend fragmentierter. 68 Prozent der KI-Nutzung in der Cloud erfolgt indirekt über Drittanbietersoftware und außerhalb der Transparenz von Unternehmen.
Künstliche Intelligenz hat sich rasant von einer experimentellen Technologie zu einem fundamentalen Bestandteil der Cloud entwickelt, doch viele Organisationen verlieren dabei das große Ganze aus den Augen. Der neue Bericht Stand der KI in der Cloud 2026 vom Cloud-Sicherheitsunternehmen Zauberer Die Studie zeigt, dass mehr als acht von zehn (81%) Unternehmen mittlerweile Managed AI Services nutzen, während 90 Prozent ihre KI-Software lokal hosten. Da Unternehmen KI-Modelle jedoch auch indirekt über Drittanbietersoftware einsetzen, können sie unbeabsichtigt Modellrisiken und Schwachstellen in der Lieferkette übernehmen, ohne dass dies bewusst implementiert oder einer zentralen Steuerung unterliegt.

KI ist mittlerweile Teil der Cloud-Infrastruktur.
Die Studie zeigt, dass KI mittlerweile in nahezu jeder Schicht der Cloud-Architektur präsent ist. KI ist kein eigenständiges Werkzeug mehr, sondern eine grundlegende Komponente, die in Cloud-Umgebungen, Entwicklungsprozesse und Automatisierungstools integriert ist.
Der Einsatz von KI geht über die direkte Implementierung hinaus: Drei von fünf Unternehmen (63%) nutzen selbstgehostete KI-Modelle. Davon verwenden fast sieben von zehn (68%) solche Modelle (teilweise) über Drittanbietersoftware, während 18 Prozent vollständig auf diese indirekten KI-Komponenten setzen. KI wird zwar zunehmend zum Standard in Cloud-Software und Entwicklungstools, doch Unternehmen erwerben KI-Funktionen vermehrt über Anbieter und Integrationen. Der Fokus der Sicherheit verlagert sich daher von explizit implementierten Komponenten hin zu den aktiven Komponenten des gesamten Anwendungsökosystems.
KI-gestützte Entwicklung ist zum Standard geworden.
KI-gestützte Entwicklung ist mittlerweile ein etablierter Bestandteil der Softwareentwicklung. Mindestens 80 Prozent der Unternehmen nutzen KI-Add-ons für integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs), und 71 Prozent haben einen oder mehrere KI-basierte Code-Assistenten in ihren Entwicklungsumgebungen aktiv.
Die Einführung dieser Tools erfolgt oft fragmentiert und von unten nach oben, wobei Entwickler Tools außerhalb zentraler Governance-Prozesse hinzufügen. Laut Wiz führt dies zunehmend zu verschiedenen Formen von ”Schatten-KI” in Entwicklungsumgebungen. Diese Fragmentierung erhöht die Komplexität für Sicherheitsteams, die mehrere KI-Systeme verwalten müssen, welche die Codegenerierung beeinflussen – oft ohne einheitliche Richtlinien, Prüfprozesse oder Telemetriedaten.
Darüber hinaus kann KI-generierter Code strukturelle Sicherheitsrisiken bergen. Laut einer Umfrage musste sich etwa jedes fünfte Unternehmen, das KI-gestützte Codegenerierungsplattformen einsetzt, mit Anwendungen auseinandersetzen, die von systematischen Sicherheitsproblemen betroffen waren. Wiz zufolge liegt das Risiko nicht in der Existenz von Code-Assistenten an sich, sondern darin, dass diese unsichere Muster ebenso effektiv skalieren können, wie sie die Produktivität steigern.

Fragmentierte Einführung von KI-Agenten
Organisationen setzen zunehmend Model Context Protocol (MCP)-Agenten und -Server ein, um die Interaktionen von KI mit Systemen und Daten zu orchestrieren. Dies markiert einen Wandel von KI, die den Menschen unterstützt, hin zu autonomen KI-Systemen, die in unterschiedlichen Umgebungen selbstständig agieren können.
Wiz Research hat festgestellt, dass deutlich mehr als die Hälfte (57%) der Unternehmen mindestens eine selbstgehostete KI-Agententechnologie implementiert haben. Dies deutet auf eine starke frühe Akzeptanz einer Kategorie hin, die vor einem Jahr noch weitgehend unbekannt war. Agenten-Frameworks werden primär zur Automatisierung von Entwicklungsarbeiten, zur Anbindung von KI-Systemen an externe Tools und zur Koordination von Workflows über verschiedene Dienste hinweg eingesetzt.
Die Einführung von KI-Agenten ist uneinheitlich. Wiz Research beobachtet eine Vielzahl von Agenten-Frameworks und -Implementierungen in unterschiedlichen Umgebungen, wobei sich kein einzelnes dominantes Framework durchgesetzt hat. Diese Vielfalt spiegelt ein sich rasch wandelndes Ökosystem wider, in dem Organisationen unterschiedliche Ansätze für Agentendesign, Tools und Integrationen erforschen, anstatt einen gemeinsamen Standard anzustreben.
MCP-Server gewinnen ebenfalls rasant an Bedeutung, allerdings mit einem etwas anderen Verbreitungsmuster. Laut Wiz Research sind MCP-Server mittlerweile in 80 Prozent der Cloud-Umgebungen im Einsatz. Innerhalb dieser Gruppe verfügen fünf Prozent der Umgebungen über mindestens einen MCP-Server, der über das Internet erreichbar ist. Dies deutet auf ein frühes, aber signifikantes Risiko hin, sobald die Orchestrierungsinfrastruktur produktiv eingesetzt wird.
“KI ist bereits in Entwicklungsabläufe, Orchestrierungsebenen und Produktionsinfrastrukturen integriert. Die Herausforderung für Sicherheitsverantwortliche besteht darin, die Transparenz und Kontrolle darüber zu behalten, wie KI eingesetzt wird und wie die Technologie Cloud-Umgebungen umgestaltet”, sagt er. Jesper Rellme, Manager Solutions Engineering bei Wiz.
“Erfolgreiche Organisationen betrachten KI-Sicherheit als Erweiterung der Cloud-Sicherheit und nicht als separate Disziplin. Zu verstehen, wo KI ausgeführt wird, wie sie mit Daten, Identitäten und Automatisierung verknüpft ist und wie diese Verknüpfungen genutzt werden können, ist heute entscheidend für das Management von Cloud-Risiken, da KI das Cloud-Betriebsmodell weiterhin transformiert.”
Die vollständige Umfrage ist verfügbar Hier.
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Methodik
Dieser Bericht basiert auf einer Analyse von Wiz Research, die Hunderttausende reale Cloud-Umgebungen im Jahr 2025 bei führenden Cloud-Anbietern und in verschiedensten Branchen untersucht hat. Die Ergebnisse stützen sich auf anonymisierte Metadaten aus Cloud-Konfigurationen, die Kartierung KI-bezogener Assets und praktische Sicherheitsforschung. Ergänzt wird die Analyse durch öffentlich bekannte Vorfälle und Bedrohungsdaten aus externen Quellen.








