Das Cybersicherheitsunternehmen Palo Alto Networks hat eine Bericht zur Analyse potenzieller Cyberbedrohungen für die Olympischen Spiele in Paris und die Risiken, die diese Bedrohungen für Teilnehmer und Zuschauer darstellen. Es ist klar, dass nicht alle an den Spielen Beteiligten gute Absichten haben.
Laut dem Bericht von Palo Alto Networks Das größte globale Sportereignis steht vor erheblichen Herausforderungen hinsichtlich der IT-Sicherheit, die sowohl die Teilnehmer als auch die Zuschauer vor Ort betreffen.
Große internationale Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele sind oft Ziel von Cyberkriminellen. Sie versuchen entweder, ein begeistertes Publikum mit gefälschten Angeboten und E-Mails zu täuschen oder durch Störungen wie Denial-of-Service-Angriffe Aufmerksamkeit zu erregen. Obwohl die Spiele selbst ein Ziel sind, sollten die Aktivitäten rund um die Veranstaltung am meisten beachtet werden, sagt Åsa Edner, Schweden-Managerin bei Palo Alto Networks.
Der Bericht weist darauf hin, dass ein direkter Ransomware-Angriff auf die Olympischen Spiele unwahrscheinlich ist. Vielmehr könnten an den Veranstaltungen beteiligte Unternehmen, wie etwa Streaming-Dienste, die die Wettkämpfe übertragen, ins Visier genommen werden. Diese indirekten Angriffe könnten erhebliche Folgen für die Unternehmen selbst, Teilnehmer, Zuschauer und Zuschauerinnen haben.

Die Olympischen Spiele sind ein klares Ziel, und der Bericht legt nahe, dass insbesondere prorussische Hacker versuchen könnten, die Veranstaltung zu beeinflussen. Es wird mit finanziell motivierten Cyberangriffen gerechnet, wobei gefälschte Tickets ein klassisches Beispiel dafür sind, wie gierige Fans getäuscht werden. Der Bericht weist aber auch darauf hin, dass staatlich unterstützte Akteure, insbesondere prorussische Hacktivisten, wahrscheinlich versuchen werden, die Spiele zu stören oder das Prestige der Veranstaltung auszunutzen, um Schaden anzurichten.
Finanziell motivierte Angriffe stellen die größte Bedrohung dar. Cyberkriminelle können Menschen dazu verleiten, gefälschte Tickets zu kaufen und den Namen der Olympischen Spiele auszunutzen. Gleichzeitig besteht eine erhebliche Bedrohung durch feindliche, staatlich geförderte Gruppen. Wir haben in den letzten Jahren eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen Hacktivisten und staatlich geförderten russischen Gruppen beobachtet. letzten zwei Jahren, wodurch die Grenze zwischen Aktivismus und staatlichen Drohungen verwischt wird, sagt Åsa Edner.
Es wird erwartet, dass vom russischen Staat unterstützte Gruppen versuchen werden, die Spiele zu beschädigen, während prorussische Hacktivisten, denen möglicherweise die nötigen Mittel fehlen, einfachere Methoden wie Denial-of-Service-Angriffe einsetzen könnten. Diese könnten zu erheblichen Verzögerungen oder sogar zum Ausfall kritischer Funktionen führen, wie etwa des Flugverkehrs von und nach Paris, kostenpflichtige Dienste oder die Event-App und -Website.
Die Mehrheit der erwarteten Angriffe wird in erster Linie Frankreich betreffen, aber auch schwedische Unternehmen und Bürger, die an oder Zeugen der Spiele sollten aufmerksam sein.
Schwedische Unternehmen, die an den Spielen teilnehmen, müssen sich auf einen erhöhten Cybersicherheitsdruck einstellen. Es ist wichtig, die Sicherheit während der gesamten Veranstaltung zu priorisieren, Netzwerke und Dienste sorgfältig zu überwachen, um Anomalien zu erkennen, und nach Möglichkeit eine sichere Anmeldung mit Multi-Faktor-Authentifizierung zu implementieren. Wichtig ist auch, die Mitarbeiter zu schulen, damit sie nicht auf gefälschte E-Mails hereinfallen, so Åsa Edner.








