Der Acronis Cyberthreats Update Juni 2026 verzeichnet fast 1,2 Prozent mehr blockierte URL-Angriffe als im Vormonat und über 770 öffentlich gemeldete Datenschutzverletzungen.
Im Mai 2026 wurde Malware bei 6,2 Prozent der von Acronis überwachten Nutzer festgestellt [1], ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte gegenüber April (6,8 Prozent). Die Anzahl blockierter URL-Angriffe stieg jedoch um fast 1,2 Prozent, was darauf hindeutet, dass Acronis insgesamt keine Verbesserung der globalen Bedrohungslage feststellt. Darüber hinaus wurden im Mai über 770 Datenschutzverletzungen öffentlich gemeldet.

Acronis Cyberthreats-Update bietet einen monatlichen, aktuellen Überblick über die Bedrohungslandschaft sowie Analysen der Experten von Acronis Threat Research Unit (TRU), um Unternehmen und Privatpersonen dabei zu helfen, sich vor einer sich ständig verändernden Cybersicherheitsbedrohung zu schützen.
Die Anzahl blockierter URL-Angriffe stieg im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um fast 1,2 Prozent. Der Trend bei der Erkennung von Endpoint-Angriffen verlief jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Der Anteil der von Acronis registrierten Nutzer, bei denen mindestens eine Malware erkannt und blockiert wurde, sank um 0,6 Prozentpunkte, von 6,8 Prozent im April auf 6,2 Prozent im Mai. Gleichzeitig wurden im Mai über 770 Datenschutzverletzungen öffentlich gemeldet, verglichen mit 789 im April.

Die drei häufigsten Bedrohungen, die im Mai festgestellt wurden, waren: IoT-Botnetz-Malware Mirai, sowie die Informationsdiebe Formularbuch Und AgentTesla. Sowohl Mirai [2] als auch AgentTesla [3] zählten im Laufe des Jahres zu den am häufigsten entdeckten Bedrohungen. Unter den Ransomware-Gruppen Qilin erneut die aktivste Region mit 111 registrierten Opfern im Mai. Auch Herren Und DragonForce Die Zahl der Opfer blieb mit 89 bzw. 55 weiterhin hoch [4].
Weitere Ergebnisse
- In Deutschland sank die normalisierte Erkennungsrate für schädliche URLs von 11,1 Prozent im April auf 10,7 Prozent im Mai, während die Werte unter anderem in Singapur (13,1 Prozent), Brasilien (13,0 Prozent) und Kolumbien (12,7 Prozent) höher lagen.
- Den größten Anstieg schädlicher URLs verzeichnete Neuseeland, wo die Erkennungsrate um 3,3 Prozentpunkte von 9,4 auf 12,7 Prozent stieg. Südkorea verzeichnete den größten Rückgang um 2,6 Prozentpunkte von 8,5 auf 5,9 Prozent.
- Die weltweit höchsten normalisierten Malware-Erkennungsraten wurden erneut in Palästina (45,5 Prozent), Vietnam (32,2 Prozent) und im Irak (27,4 Prozent) verzeichnet.
– Die Tatsache, dass die Malware-Erkennungen im Mai nach dem Höhepunkt im April wieder zurückgingen, ist eine positive Entwicklung, sollte aber nicht als Zeichen dafür interpretiert werden, dass sich die Bedrohungslage grundlegend entspannt hat, sagt Markus Fritz, General Manager DACH bei Acronis. Die Bedrohungslage bleibt angespannter als im Vorjahr: Angriffe durch blockierte URLs nehmen weiter zu und Ransomware-Gruppen sind nach wie vor sehr aktiv. Unternehmen sollten daher eine mehrschichtige Verteidigung einsetzen, die Endpunktsicherheit, fortschrittliche E-Mail- und URL-Filterung sowie Verhaltenserkennung mit KI und maschinellem Lernen kombiniert.
Empfehlungen zum Schutz vor den heutigen Bedrohungen
- Verwenden Sie starke und einzigartige Passwörter zusammen mit einem Passwort-Manager.
- Speichern Sie sensible Dateien in verschlüsseltem Cloud-Speicher.
- Führen Sie die automatisierte Wiederherstellung verschlüsselter oder manipulierter Dateien ein, beispielsweise mit Acronis Cyber Protect Cloud [4].
- Nutzen Sie erweiterten E-Mail-Schutz und URL-Filterung, um das Risiko von Phishing und anderen Formen von Social Engineering zu reduzieren.
- Sorgen Sie für ein effektives Patch-Management, damit die Software immer auf dem neuesten Stand ist.
- Prüfen Sie signierte Installationsdateien, und zwar nicht nur die digitale Signatur, sondern auch die in den Dateien enthaltenen Konfigurationsdaten.
- Überprüfen Sie den Einsatz von Fernzugriffssoftware und beschränken Sie diese auf notwendige Anwendungen.
- Implementieren Sie eine robuste Sicherheitslösung, die Acronis Cyber Protect Cloud [4], mit Verhaltensanalyse, KI, maschinellem Lernen und Anti-Ransomware-Funktionen.
Das vollständige Acronis Cyberthreats Update für Juni 2026 ist verfügbar unter:
www.acronis.com/en/tru/posts/acronis-cyberthreats-update-june-2026/
Über Acronis
Acronis ist ein weltweit tätiges Cybersicherheitsunternehmen, das die branchenweit einzige nativ integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider (MSPs) und IT-Abteilungen anbietet. Die Lösungen von Acronis unterstützen Unternehmen bei der Identifizierung und dem Schutz ihrer IT-Umgebungen, der Erkennung und dem Management von Bedrohungen sowie der Wiederherstellung und Verwaltung von Daten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität zu gewährleisten.
Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Niederlassungen weltweit und beschäftigt Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber-Plattform ist in 26 Sprachen in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von mehr als 21.000 Dienstleistern zum Schutz von über 750.000 Organisationen weltweit eingesetzt.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.acronis.com.








